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ALNASSAR wurde 1975 in Damaskus in eine christliche Familie geboren. Er entstammt einer Künstlerfamilie, beide Onkel mütterlicherseits sind angesehene Bildhauer. Er absolvierte die Akademie der bildenden Künste in Damaskus und kam 1999 nach Italien um seine Ausbildung an der Akademie in Carrara zu komplettieren. Er sollte nicht mehr nach Syrien zurückkehren. Wie viele Bildhauer vor ihm hat er die Apuanischen Alpen als idealen Ort für seine Arbeit und die Entfaltung seines besonderen Talents auserwählt.

Sein Atelier befindet sich just am Fuße jener Steinbrüche welche bereits Michelangelo benutzte. Ein magischer Ort, eingebettet in eine äußerst plakative Landschaft. Hier hat er auch sein Amphitheater aus Marmor erschaffen in dem er Konzerte, Performances und andere künstlerische Vorstellungen organisiert. In seinem Freiluft-Atelier hält er mit ungebrochenem Erfolg Bildhauerkurse mit Teilnehmern aus aller Welt.

Alnassar ist ein eklektischer Künstler, er arbeitet in Holz, Bronze und natürlich in Marmor. Seine Werke reflektieren die Erfahrungen seiner Zuwanderung von Syrien nach Europa, welche eine Unmenge an Geschichten und Bildern mit sich bringen. Wiederkehrendes Thema ist jenes der Begegnung: zwischen Personen, Gesellschaft und unterschiedlicher Kulturen.

Die Kunst und die Liebe sind die Mittel um Barrieren zwischen Individuen zu überwinden, die physischen, jene aufgrund geografischer Entfernung sowie die kulturellen und sozialen Barrieren die den Dialog und das Verhältnis mit anderen und „dem Anderen“ behindern. Die künstlerische Suche Alnassar’s fokussiert sich auf das Überwinden dieser Barrieren und auf das Bestreben, dass „Verschiedenheit die Begegnung nicht negiert“.In der Serie „Amore e Gravità”, Liebe und Schwerkraft (aber auch Würde)zeigt er diese Begegnung, verkörpert durch eine Frau und einen Mann, denen es trotz entgegengesetzter Schwerkraft und Richtung gelingt sich zu begegnen.